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HPP plant Cradle-to-Cradle-Projekt in Düsseldorf

| Düsseldorfs erstes Bürogebäude in Holzhybridbauweise
Düsseldorfs erstes Bürogebäude in Holzhybridbauweise entsteht nach den Plänen von HPP Architekten. Dem HPP-Entwurf stimmte der Stadtrat Ende Oktober zu. Das Gebäude an der Speditionsstraße 2 im Medienhafen wird vom Ratinger Projektentwickler INTERBODEN errichtet und stellt den südlichen Auftakt der Bebauung am Hafenbecken A dar. Zwischen den beiden schon im Bau befindlichen Projekten Trivago und Heimathafen entstehen rund 5.200 Quadratmeter Bürofläche sowie 600 Quadratmeter Fläche für gastronomische Nutzungen im Erdgeschoss.
 
Das Projekt „Speditionsstraße 2“ zeichnet sich insbesondere durch das „Cradle-to-Cradle-Prinzip©“ aus (dt. von der Wiege bis zur Wiege), bei dem im Sinne des Kreislauf-Gedankens einzelne Bauelemente nach Gebrauch wiederverwertet, der CO2-Ausstoß reduziert und nicht recycelbare Materialien minimiert werden. Letzteres zeigt sich in der Holzhybridbauweise: Die tragenden Holzdecken werden mit Beton-Filigrandecken reversibel verbunden und erfüllen somit den erforderlichen Schall-, Brand-, und Bewitterungsschutz. „Ich bin überzeugt, dass sich das Prinzip in unserer Branche durchsetzen wird, da es nachhaltiger ist als die ENEV, die die Produktion von z.B. stärkeren, nicht wiederverwendbaren und schwer zu entsorgenden Dämmmaterialien eher fördert“, so Vanja Schneider, Geschäftsführer der INTERBODEN Innovative Gewerbewelten® GmbH & Co. KG.
 
Im Kontext des Medienhafens entwickelt die „Speditionsstraße 2“ vor allem durch ihr charakteristisches Fassadenbild der rautenförmigen Holzstruktur eine markante und selbstständige Erscheinung. „Die exponierte Lage im Düsseldorfer Medienhafen fordert für den Neubau in der Speditionstraße 2 eine besondere und innovative architektonische Antwort“, beschreibt Gerhard G. Feldmeyer, verantwortlicher geschäftsführender Gesellschafter der HPP Architekten GmbH. Das innovative Holztragwerk entstand in integraler Zusammenarbeit mit den Tragwerksplanern Knippers Helbig und den Energieplanern von Transsolar. Die Fassade übernimmt gleichzeitig Tragwerks- und Verschattungsfunktion sowie das natürliche Lüftungskonzept und bildet Loggien mit Blick auf den Medienhafen aus. Je nach Himmelsrichtung bildet sich die außenliegende Holzkonstruktion unterschiedlich tief aus: An der Süd- und Westseite als effektiver, breiter Sonnenschutz, an der Nord- und Ostseite mit reduzierter Tiefe. Prallscheiben in den Obergeschossen fungieren als konstruktiver Holzschutz, als Schallschutz vor den Öffnungsflügeln und Absturzsicherung bei den Loggien. Im Erdgeschoss wird die Konstruktion in Beton ausgeführt, so dass hier für eine offene Gestaltung und öffentliche Nutzung auf die Prallscheibe verzichtet werden kann. Durch die alle Funktionen integrierende Fassade entstehen stützenfreie, offene Grundrisse, die flexible Nutzungs- und Aufteilungsmöglichkeiten zulassen. Gerade durch die direkte Nachbarschaft des 76 Meter hohen Bürogebäudes SIGN! von Helmut Jahn wird das Dach als „fünfte Fassade“ und zurückversetztes Staffelgeschoss ausgeführt, das haustechnische Anlagen räumlich integriert und umlaufend eine Dachterrasse anbietet.
 
Neben der klimafreundlichen Bauweise ist das Mobilitätskonzept des Gebäudes zukunftsweisend: Im Erdgeschoss wird eine Service-Stelle für Mobilität, ein sogenannter „Mobility-Hub“ etabliert. Hier wird den Gebäudenutzern sowie Quartiersanliegern ein primär auf E-Mobilität ausgerichtetes Angebot mit Ladestationen oder Car- und Bikesharing- Angeboten zur Verfügung stehen.
 
Die Fertigstellung ist für 2021 geplant.

Kontakt

Landeshauptstadt Düsseldorf
Stephanie Kranen
Burgplatz 1
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