- Im ersten Halbjahr 2019 liegt der Gesamtbüroflächenumsatz (inkl. Eigennutzer) mit rd. 2,10 Mio. m² rd. 2% über dem Vorjahresergebnis (2,06 Mio. m²) und sogar 25% über dem langjährigen Mittel (Ø 2009-2018: 1,68 Mio. m², jeweils erstes Halbjahr).
- Der Büroflächenleerstand ist in den DIP-Märkten binnen Jahresfrist um rd. 0,9 Mio. m² gesunken. Er liegt aktuell bei rd. 3,9 Mio. m². Die Leerstandsquote sank von 4,5% Ende Juni 2018 auf aktuell 3,6%.
- Gleichzeitig ist die durchschnittliche Spitzenmiete in den analysierten deutschen Büromärkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 2,40/m² bzw. 8,2% auf rd. 31,60 EUR/m² gestiegen (1. Hj. 2018: EUR 29,20/m²).
DIP-Büromärkte: Knapp höherer Büroflächenumsatz
In den erfassten 13 deutschen DIP-Büromärkten (Berlin, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/M., Hamburg, Karlsruhe, Köln, Leipzig, Magdeburg, München, Nürnberg und Stuttgart) wurde im ersten Halbjahr 2019 mit rd. 2,10 Mio. m² ein um ca. 2% höherer Büroflächenumsatz (inkl. Eigennutzer) als im Vorjahr (1. Hj. 2018: rd. 2,06 Mio. m²) registriert. Außerdem ist das erreichte Umsatzniveau im ersten Halbjahr das zweithöchste der letzten 25 Jahre.
Dabei entwickelte sich der Markt sehr heterogen:
- Zum Teil deutlich gesunkene Büroflächenumsätze analysiert DIP in den Städten Nürnberg (-57%), Leipzig (-35%), Karlsruhe (-32%), Dresden (-28%), München (-9%) und Berlin (-4%).
- Demgegenüber stiegen in Magdeburg (+67%), Hamburg (+27%), Köln (+21%), Düsseldorf (+19%), Stuttgart (+17%), Essen (+9%) und Frankfurt am Main (+7%) die Flächenumsätze in höchst unterschiedlicher Dynamik.
Anziehende Büroflächenumsätze in den „Big Seven“
- Auf die „Big Seven“ (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Köln, München, Stuttgart) entfiel ein Büroflächenumsatz von insgesamt 1,87 Mio. m² (+6%) bzw. ein Anteil von 89% des gesamten Büroflächenumsatzes in den 13 DIP-Märkten (1. Hj. 2018: 1,76 Mio. m² bzw. 85%).
- München gilt aktuell als deutschlandweit umsatzstärkster Büromarkt mit einem Halbjahresumsatz von rd. 405.000 m² (-9%) und liegt vor dem Berliner Bürovermietungsmarkt (385.000 m²; -4%).
- Als drittstärkster Standort konnte Hamburg mit rd. 295.000 m² seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (ca. 232.000 m², +27%) markant steigern.
- Die größte absolute Umsatzsteigerung binnen Jahresfrist konnte innerhalb der "Big Seven" in Hamburg (+63.000 m²) und Düsseldorf (+38.000 m²) generiert werden.
- Von den „Big Seven“ verzeichnete München (-39.000 m²) die markanteste Umsatzeinbuße.
Büroflächenumsätze der mittelgroßen DIP-Bürozentren gesunken
- In den mittelgroßen DIP-Bürozentren war die Entwicklung des Flächenumsatzes (im Mittel der restlichen Märkte) insgesamt negativ: Im Vorjahresvergleich sank der Flächenumsatz in den Städten Dresden, Essen, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg und Nürnberg um 25% auf rd. 225.000 m² (1. Halbjahr 2018: ca. 300.000 m²). Im Zuge des Umsatzrückgangs ging auch der Anteil an dem von DIP erfassten Gesamtumsatz auf rd. 11% zurück (2018: 15%).
- Allerdings war die Dynamik der Entwicklung in den einzelnen Städten sehr unterschiedlich: So sind z. B. die Flächenumsätze in Magdeburg um 67% auf 10.000 m² und in Essen um 9% auf 89.000 m² gestiegen, während in Nürnberg ein Rückgang der Umsätze um 57% auf 30.000 m² zu beobachten war.
Sinkende Büroflächenleerstände
- Der Gesamtumfang der kurzfristig verfügbaren Büroflächen hat sich innerhalb eines Jahres in den 13 analysierten deutschen Märkten um rd. 930.000 m² von rd. 4,80 Mio. m² Mitte 2018 auf ca. 3,87 Mio. m² Mitte 2019 reduziert.
- Analog dazu sank die durchschnittliche Leerstandsquote der 13 DIP-Büromärkte binnen Jahresfrist von 4,5% auf aktuell 3,6%.
Spitzenmieten und durchschnittliche City-Mieten deutlich im Plus
- Im Rahmen der gestiegenen Flächenumsätze hat die durchschnittliche gewichtete Spitzenmiete innerhalb eines Jahres in den 13 analysierten deutschen DIP-Büromärkten um 8,2% auf rd. EUR 31,60/m² Ende Juni 2019 angezogen (Ende Juni 2018: ca. EUR 29,60/m²). Hier sind vor allem die gestiegenen Spitzenmieten in Berlin (EUR 36,-/m², +14%), Leipzig (EUR 14,50/m², +11,5%) und Köln (EUR 24,-/m², +9%) zu nennen.
- Bundesweiter Mietpreisführer bleibt Frankfurt am Main mit einer binnen Jahresfrist anziehenden Spitzenmiete von EUR 42,50/m² (+6%).
- Weniger markant zog das durchschnittliche, in den DIP-Märkten analysierte Mietniveau für Büroflächen in Citylagen an und zwar um 4,4% bzw. EUR 0,90/m² von rd. EUR 20,50/m² Mitte 2018 auf rd. EUR 21,40/m² Mitte 2019.