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Wettbewerbsentscheidung für das Industrieareal südlich der Hildener Straße


22.03.2018

Die Jury entschied sich in ihrer Sitzung am Mittwoch, 21. März, einstimmig für den Beitrag des Büros Schellenberg + Bäumler mit FSWLA.


Das ehemalige Kaltwalzwerk der Outokumpu Nirosta GmbH in Düsseldorf-Benrath wurde im Herbst 2016 stillgelegt und die Produktion nach Krefeld verlagert. Seit Sommer 2017 läuft für die Umstrukturierung der insgesamt 15 ha großen Fläche und des direkten Umfeldes ein zweiphasiger städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb von Architektur- und Stadtplanungsbüros und Landschaftsarchitekten aus ganz Deutschland. Zwei Veranstaltungen mit der Öffentlichkeit wurden bereits durchgeführt, in denen die Bürgerschaft ihre Wünsche und Anregungen zur Planung einbringen konnten.

Nachdem die Entwürfe der vier Arbeitsgemeinschaften, die es in die zweite Wettbewerbsphase geschafft hatten, am Vorabend der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt worden waren, entschied sich die Jury in ihrer Sitzung am Mittwoch, 21. März, einstimmig für den Beitrag des Büros Schellenberg + Bäumler, Dresden in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsbüro FSWLA, Düsseldorf.

Für den Wettbewerb wurde ein Nutzungsmix aus Wohnhäusern, gewerblichen Nutzungen und auch sozialer Infrastruktur, wie einer Kindertagesstätte, vorgegeben. Gleichzeitig sollten der Grünzug entlang der Itter und die Fuß- und Radwegeverbindungen zum Düsseldorfer und Hildener Stadtwald gestärkt werden. Ziel war es außerdem, das neue Quartier an das Stadtteilzentrum Benrath anzubinden. Von den Bearbeitern wurden auch die angrenzenden Areale mitbetrachtet: das Plangebiet ist insgesamt 21,8 ha groß, denn es sollen in Zukunft möglichst auch Erweiterungsflächen für die Betriebe im Umfeld zur Verfügung stehen.

Unter dem Vorsitz von Architekt Michael Frielinghaus, hat sich das Preisgericht, nach eingehender Beratung für die städtebaulich und architektonisch überzeugendste Lösung ausgesprochen. Dem Preisgericht gehören zahlreiche Fachpreisrichter, Beigeordnete Cornelia Zuschke von Seiten der Landeshauptstadt, Vertreter/innen aller im Rat vertretenen Fraktionen sowie die Outokumpu Nirosta GmbH an.

Ergebnis des Wettbewerbs:
1. Preis: Schellenberg + Bäumler mit FSWLA
2. Preis: Thomas Schüler Architekten Stadtplaner mit faktorgrün
3. Preis: Stadt Land Fluss mit Franz Reschke
Anerkennung: Scheuvens + Wachten plus

Das Konzept vom Büro Schellenberg + Bäumler sieht eine stringente städtebauliche Struktur für das Areal vor. Zentrale Idee ist eine Grün- und Wasserachse im Zentrum des Areals, in Analogie der Wasserachse von Schloß Benrath. Das städtebauliche Konzept ist klar geometrisch gegliedert und bietet Raum für Wohnen und Gewerbe. Die Jury empfiehlt die Arbeit für die Weiterbearbeitung des städtebaulichen Konzeptes für das anschließende Bebauungsplanverfahren zu nutzen. "Ich bin erfreut, dass ein Entwurf gewonnen hat, der Benrath versteht und in sich schlüssig ist. Der Entwurf besticht durch eine klare Struktur mit gleichzeitiger Flexibilität. Zum andern hat das gemeinsam mit der Architektenkammer neu entwickelte Verfahren, welches auch von Outokumpu positiv getragen wurde, zu einem im doppelten Sinn positiven Ergebnis geführt: die Stadtbevölkerung wurde beteiligt und die Architekten haben ihre Expertise eingebracht," fasst die Beigeordnete Cornelia Zuschke zusammen. Dr. Henning Middelhoff als Vertreter der Ausloberin zeigte sich ebenfalls begeistert vom prämierten Entwurf, bedankte sich bei allen Beteiligten, insbesondere für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Düsseldorf, und ist überzeugt, dass sich dieses Ergebnis auch in der Umsetzung bewährt.

Alle 4 Arbeiten können im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung vom 9. April bis zum 4. Mai im Rathaus Benrath (Bezirksverwaltungsstelle 9), Eingangsfoyer, Benrodestraße 46 von interessierten Bürgerinnen und Bürgern besichtigt werden. Die Bezirksverwaltungsstelle hat montags und dienstags von 7.30 bis 16 Uhr, mittwochs von 7.30 bis 13 Uhr, donnerstags von 7.30 bis 18 Uhr und freitags von 7.30 bis 13 Uhr geöffnet.

Auf Basis des Siegerentwurfs soll nun für das neue Wohn- und Gewerbequartier ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden. Da dieses in der Regel etwa eineinhalb bis zwei Jahre dauert, ist voraussichtlich ab dem Jahr 2020 mit einer Neubebauung auf den Outokumpu Flächen zu rechnen.