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Landeshauptstadt Düsseldorf: Realschule Golzheim vor dem Baubeginn, Planungsstart für das neue Luisen-Gymnasium


31.07.2018

Auch in den Sommerferien wird in Düsseldorf mit Hochdruck am Schulbau gearbeitet: Fünf Projekte exemplarisch vorgestellt


"Die Landeshauptstadt Düsseldorf arbeitet konsequent am Ausbau und an der Modernisierung ihrer Schulstandorte. Hierbei geht es vor allem auch darum, den Herausforderungen einer wachsenden Stadt gerecht zu werden. So gilt das olympische Motto 'schneller, höher, weiter' speziell für den Düsseldorfer Schulbau. Wir müssen schnell größere Projekte realisieren und bei der Planung Weitsicht zeigen, um den künftigen Bedarf an Schulraum abdecken zu können. Zu den Großprojekten gehören neben den Neubauten am Max-Planck-Gymnasium und für die Realschule Golzheim auch das neue vierzügige Gymnasium mit Sporthalle an der Völklinger Straße, das derzeit geplant wird und im Jahr 2024 den Schulbetrieb aufnehmen soll", erklärt Stadtdirektor und Schuldezernent Burkhard Hintzsche.

Über 700 Millionen Euro werden bis 2022 in die Schulbauprojekte investiert. Die Projekte werden im Rahmen der Schulorganisatorischen Maßnahmen (SOM), des Masterplans Schulen und des Förderprogramms "Gute Schule 2020" gemeinsam mit dem Schulverwaltungsamt, dem städtischen Tochterunternehmen IPM (Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH) sowie mit der IDR (Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz AG) realisiert. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Florian Dirszus, Leiter Gesamtstädtische Koordination von schulischen Hochbaumaßnahmen und stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamts, sowie IPM-Geschäftsführer Dr. Heinrich Labbert stellten am Montag, 30. Juli, exemplarisch Bau- und Planungsaktivitäten an fünf Schulstandorten vor: Max-Planck-Gymnasium und Neubau der Realschule Golzheim an der Koetschaustraße, Gemeinschaftsgrundschule Max-Halbe-Straße, das Grundstück für das neue Gymnasium an der Völklinger Straße und die Erweiterung der Katholischen Grundschule an der Fleher Straße.

Realschule Golzheim: Neubauten für 25,5 Millionen Euro in Stockum
Für rund 25,5 Millionen Euro wird die Realschule Golzheim an der Koetschaustraße/Klapheckstraße ein neues Zuhause erhalten. Standort wird die sanierungsbedürfte Außensportfläche in unmittelbarer Nähe des Max-Planck-Gymnasiums sein. Der zu realisierende Neubau ist auf eine vierzügige Realschule ausgerichtet. Zudem erhält die Realschule dort eine neue Dreifach-Sporthalle. In der Schule sollen künftig ab dem Schuljahr 2020/2021 bis zu 750 Schülerinnen und Schüler in 25 Klassen unterrichtet werden.

Mit der Realschule setzt die IPM erstmals ein Projekt in dem sogenannten Totalunternehmerverfahren um. Bei diesem Verfahren wurden in einer europaweiten Ausschreibung auf Basis eines im Vorfeld genau definierten Bedarfs die Bau- und Planungsleistungen zu einem Pauschalfestpreis abgefragt - und der Auftrag dann an ein Unternehmen vergeben. Die Arbeiten werden Anfang September 2018 beginnen.
 
Die Realschule Golzheim, derzeit am Doppelstandort Tersteegenstraße 62/Felix-Klein-Straße 3 mit dem Georg-Büchner-Gymnasium beheimatet, wurde zum abgelaufenen Schuljahr von rund 630 Schülerinnen und Schülern besucht. Das dortige Gymnasium wird als Aufbaugymnasium geführt und soll in ein Regelgymnasium (inklusive Sekundarstufe I) mit erweiterter Oberstufe (Sekundarstufe II) umgewandelt werden. Voraussetzung für diese Maßnahme ist die Verlagerung der Realschule Golzheim an den neuen Standort.

Max-Planck-Gymnasium: Erweiterungsbau und Modernisierung
Das städtische Max-Planck-Gymnasium in Stockum, Koetschaustraße 36, wird für 14 Millionen Euro saniert und bekommt einen Erweiterungsneubau. Das Raumprogramm für den Erweiterungsneubau umfasst einen dreigeschossigen Klassentrakt mit neun Klassen- und sechs Nebenräumen für die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik. Daran schließen sich im Erdgeschoss eine Mensa mit Cafeteria inklusive Cook-and-Chill-Küche, darüber ein Musikraum und im dritten Geschoss fünf Mehrzweckräume an. Weitere Nebenräume und WC-Anlagen sind ebenfalls geplant.

Mit dem Schuljahr 2019/2020 startet am Max-Planck-Gymnasium die Fünfzügigkeit. Die Sanierung wird im Bestand vollzogen. Die freiwerdenden naturwissenschaftlichen Fachbereiche im Bauteil A werden zu Stammklassen umgebaut. Durch die Neuverteilung werden diese Räumlichkeiten im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss dann der Verwaltung und dem Fachbereich Kunst zugeordnet.

Bauteil C bleibt bezüglich der übrigen Raumnutzungen unverändert erhalten. Es sind nur im Erdgeschoss Betreuungsräume der Sekundarstufe I und der Schulverwaltung vorgesehen. Bauteil B bleibt von den Umbauten unberührt. Dort finden lediglich geringfügige Verlegungen oder Umnutzungen von Räumen statt. Im Neubau sorgen Rampen, ein Aufzug, Behindertentoiletten sowie ein Pflegebad mit Liege und Dusche dafür, dass das Gebäude barrierefrei ist. Für Hörgeschädigte werden zwei Räume mit besonderer Akustik errichtet.

Die Baustelleneinrichtung für den Erweiterungsneubau ist im Mai erfolgt. Daran schließen sich die vorbereitenden Maßnahmen zur Baugrundverbesserung und Kanalisation an. Mit den Rohbauarbeiten wird im August/September 2018 begonnen. Nachdem der Neubau und die Außenanlagen im Juni 2020 fertiggestellt sind, werden die Räume für die Naturwissenschaften in Bauteil A freigezogen und über einen Zeitraum von neun Monaten saniert. Zeitgleich wird im Bauteil C jeweils ein Geschoss in den Neubau ausgelagert und dann brandschutztechnisch ertüchtigt. Diese Sanierung wird im März 2021 abgeschlossen sein. Im letzten Bauabschnitt werden in Bauteil A die Brandschutzertüchtigungen der Decken im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss von März/April 2021 bis Juli 2021 durchgeführt. Die Gesamtmaßnahme wird Mitte Juli 2021 fertiggestellt sein.

Grundschule Max-Halbe-Straße wird auf drei Züge erweitert
Auch im Stadtbezirk 6 (Lichtenbroich, Unterrath, Rath, Mörsenbroich) wird mehr Schulraum benötigt. So wird die Grundschule Max-Halbe-Straße 14 in Mörsenbroich für rund 2,57 Millionen Euro ausgebaut und saniert mit dem Ziel, die Zügigkeit von zwei Zügen mit acht Klassen auf drei Züge mit zwölf Klassen zu erhöhen. Das 1967 erbaute Gebäude muss entsprechend ausgebaut und modernisiert werden. Am Standort fehlten neben einem Klassenzug auch Mehrzweck- und Differenzierungsräume.

Der T-Trakt, der zuvor als Atelierhaus von Künstlern genutzt wurde, wird nun in den Schulbetrieb integriert. Daher wird das Gebäude umfassend kernsaniert, gemäß den Vorgaben von e-school modernisiert und durch den Einbau eines Personenaufzugs barrierefrei. Insgesamt entstehen dort neun Klassenräume. Das Erdgeschoss soll bereits zum Ende der Sommerferien nutzbar sein. Auch der Verwaltungstrakt A wird barrierefrei erschlossen. Daneben erfolgt der Anbau eines neuen Treppenhauses als zweiter Fluchtweg.

Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat die Sanierungsarbeiten für die Grundschule im Dezember 2016 beschlossen. Im zweiten Quartal des Jahres 2017 haben die Baumaßnahmen begonnen.

Völklinger Straße: Planungsmittel für das neue Gymnasium
Der Rat der Landeshauptstadt hat in seiner Sitzung am 12. Juli Planungsmittel in Höhe von 2,3 Millionen Euro für den Neubau eines vierzügigen Gymnasiums mit Sporthalle am Standort Völklinger Straße bewilligt. Die Schulkonferenz des Luisen-Gymnasiums hat sich zudem für einen Umzug in den geplanten Neubau an der Völklinger Straße ausgesprochen.

Das Luisen-Gymnasium ist seit 1907 (damals "Luisenschule") am Standort Bastionstraße 24 beheimatet. 1913 wurde das Schulgebäude um einen Neubau an der Kasernenstraße erweitert. Dieser ursprüngliche Raumbestand steht dem dreizügigen Luisen-Gymnasium, das im Schuljahr 2017/2018 von insgesamt 660 Schülerinnen und Schüler besucht wurde, noch heute zur Verfügung. Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex befindet sich insgesamt in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand, sodass eine Gesamtsanierung spätestens in den nächsten fünf bis sechs Jahren notwendig ist. Eine Gesamtsanierung ist nur bei einer Auslagerung der Schule möglich, da die umfangreichen Bautätigkeiten gravierende Beeinträchtigungen des Schulbetriebs zur Folge hätten. Für die Auslagerung der Schule müsste eine entsprechende Unterbringung in der Nähe gefunden werden. Dies ist in dem innerstädtischen Umfeld nahezu unmöglich. Darüber hinaus würde auch eine ganzheitliche Sanierung den Mangel an fehlenden schulischen Flächen für das Luisen-Gymnasium nicht lösen.

Daher wurde alternativ zur Gesamtsanierung die Errichtung eines Schulneubaus am Ersatzstandort Völklinger Straße untersucht. Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass auf der dortigen Fläche ein vierzügiges Gymnasium mit einer drei- oder vierfach Sporthalle errichtet werden kann.

KGS Fleher Straße: Neue Außenanlage und drei neue Baukörper 
Das städtische Tochterunternehmen IPM wurde mit der Baumaßnahme an der Katholischen Grundschule Fleher Straße beauftragt und macht Tempo bei der Realisierung. Zurzeit laufen die Abschlussarbeiten an der Gebäudehülle sowie der Innenausbau. Ende der Sommerferien wird zudem mit den Arbeiten an der Außenanlage begonnen. Die Fertigstellung des Projektes ist für das 3. Quartal 2019 geplant. Das Investitionsvolumen der Baumaßnahme beträgt rund 9 Millionen Euro.

Die Zügigkeit der Grundschule wird seit dem Schuljahr 2016/2017 von zwei auf drei Züge erhöht. Künftig sollen dort 336 Schülerinnen und Schüler in zwölf Klassen unterrichtet werden. Darüber hinaus können acht OGS-Gruppen mit 200 Plätzen angeboten werden. Die dringend benötigten Räumlichkeiten werden in drei Baukörpern auf dem Schulgrundstück realisiert.

Der Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Mensa erfolgte am 5. November 2015. Nach Erlangung des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses am 15. Dezember 2016 konnten die Arbeiten Anfang September 2017 beginnen. Voraussichtlich im 3. Quartal 2019 werden alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Ein Video zu diesem Thema finden Sie im Laufe des Tages auf YouTube unter:
www.youtube.com/stadtduesseldorf