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Landeshauptstadt Düsseldorf: Die neue Wichernschule steuert auf die Zielgerade zu


17.08.2018

Intelligente Energiespartechnik wird an der Dieter-Forte-Gesamtschule eingebaut


An der Wichernschule in Unterbach wird beim Ausbau und der Modernisierung der städtischen Gemeinschaftsgrundschule nahezu jeder Stein umgedreht; an der Dieter-Forte-Gesamtschule in Eller wird mit der Lüftungs- und Gebäudetechnik das Innenleben der Schule auf den neuesten Stand gebracht: Florian Dirszus, Leiter Gesamtstädtische Koordination von schulischen Hochbaumaßnahmen und stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamts, und Dr. Heinrich Labbert, Geschäftsführer der Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM), stellten am Freitag, 17. August, mit der Wichernschule und der Dieter-Forte-Gesamtschule zwei Bauprojekte mit unterschiedlichsten Anforderungen an die Planer vor. 


7,1 Millionen Euro für den Schulstandort an der Brorsstraße

"Das Tempo des Baufortschritts an der Wichernschule ist enorm. Erst im Dezember 2017 ist hier der Grundstein gelegt worden. Bereits in den Pfingstferien 2018 konnte der erste Bauabschnitt für den Schulbetrieb bereitgestellt werden. Nach Räumung der OGS-Container haben aktuell der Bodenaushub und die Rohbauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt begonnen, der bis zum Sommer 2019 fertiggestellt werden soll", erklärt IPM-Geschäftsführer Dr. Heinrich Labbert. "Das neue Raumprogramm ist zudem speziell auf den Montessori-Schwerpunkt der städtischen Gemeinschaftsgrundschule zugeschnitten und somit auch ein Zugewinn für das pädagogische Konzept der Wichernschule", ergänzt Florian Dirszus, stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamtes.


Im Auftrag der Landeshauptstadt Düsseldorf bringt das städtischen Tochterunternehmen IPM den Schulstandort an der Brorsstraße 5 für insgesamt 7,1 Millionen Euro auf den neuesten Stand. Die Schule mit Gebäuden aus den 1950er und 1960er Jahren wird im Bestand saniert sowie um zwei zusätzliche Baukörper erweitert, unter anderem für den OGS-Bereich, für Mehrzweckräume sowie für eine Küche mit Mensa. 


Durch die geplante Positionierung der Erweiterungsbauten bilden Alt- und Neubaubereiche des Schulstandortes ein Ensemble. Das Ensemble wird über eine neue, zentrale Rampe mit seitlich angeordnetem Fußgängerweg in dem topografisch ansteigenden Gelände erschlossen. Der Schulhof umfasst zwei höhenversetzte Ebenen, die ebenfalls neu gestaltet werden. Vom Schulhof aus sind die einzelnen Gebäudeteile und Nutzungszonen über bestehende und neu angelegte Eingangsbereiche zu erreichen. Die Klassen- und OGS-Räume sind jeweils über einen Flur mit Garderobenbereich verbunden, an denen auch alle Nebenräume angeschlossen sind. Eine Besonderheit bildet der Mensa-Trakt, der über einen eigenen Sozialbereich verfügt.


Die Neubauten schließen an die bestehenden Gebäudestrukturen an, so dass ein direkter Durchgang zwischen den Gebäudeteilen ermöglicht wird. Die beiden topografiebedingten Niveaus werden durch einen Aufzug barrierefrei miteinander verbunden. An zentralen Stellen sind weiterhin Personal-, Schüler- und Behindertentoiletten sowie die Technik- und Serviceräume angeordnet.

Im Außenbereich sind in der Nähe der Zugangsrampen Parkplätze für Autos und Fahrräder untergebracht. Auf dem Schulhof sind diverse Spielgeräte und Aktivitätsbereiche geplant.
Der Beginn des Rohbaus fand im November 2017 nach vorbereitenden Erdarbeiten sowie der Baustelleneinrichtung statt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 11. Dezember. Zunächst wurde bis April 2018 der "Anbau Nord" errichtet, der auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern Raum für die OGS-Gruppen und Sozialbereiche beherbergen wird.  


Von April an bis Ende 2018 wird nach Auszug der OGS-Gruppen aus den Übergangscontainern der erheblich größere "Anbau Süd" mit einer Nutzfläche von 1.500 Quadratmetern errichtet. Dort werden die Küche, die Mensa sowie Mehrzweck-, Differenzierungs- und Klassenräume entstehen. Parallel dazu wird im bestehenden westlichen Gebäude durch Umbaumaßnahmen im Bestand der Verwaltungsbereich modernisiert und vergrößert.


Der Schulhof wird ebenfalls grundlegend umgestaltet, lediglich der topographisch notwendige Geländevorsprung wird auch nach der Fertigstellung Anfang 2019 auf dem Gelände weiter erkennbar sein.

Dieter-Forte-Gesamtschule: 3,3 Millionen Euro für neue Technik


An der Dieter-Forte-Gesamtschule in Eller werden derzeit die Energieversorgung sowie die Lüftungs- und Gebäudetechnik erneuert. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat dafür 3,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Dauer der Baumaßnahme wird rund 15 Wochen betragen. 


"Durch die neue, dem Bedarf angepasste Technik lassen sich jährliche Einsparungen in Höhe von mindestens 150.000 Euro bei den Strom- und Wasserkosten realisieren. Um eine Beeinträchtigung des Schulbetriebes durch die Bauarbeiten zu minimieren, wird dafür der Zeitraum um die Sommerferien genutzt", erklärt Florian Dirszus, stellvertretender Leiter des Schulverwaltungsamtes.

Aufgrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 und 2016 sowie betriebstechnischer Anforderungen ist die Erneuerung der Energieversorgungszentrale einschließlich der Lüftungs- und Gebäudeleittechnik an der Dieter-Forte-Gesamtschule zwingend erforderlich. Ein großer Teil der Heiztechnik stammt noch aus dem Jahr 1975/76. Die Anlagen entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik.
Im Rahmen eines ganzheitlich orientierten Energieversorgungskonzeptes sollen zeitgleich die Komponenten der Heizungs-, Regelungs- und Lüftungstechnik erneuert und aufeinander abgestimmt werden. Als Erneuerung der Energieversorgung ist der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes in Verbindung mit einem Gas-Brennwertkessel und einem Gas-Heißwassererzeuger geplant.


Hintergrund: Bildungs- und Zukunftsprogramm

2018 ist ein besonderes Jahr im kommunalen Bildungs- und Zukunftsprogramm der Landeshauptstadt. Nach bereits zwölf abgeschlossenen Umbauten und Erweiterungen von Schulgebäuden beginnen in diesem Jahr auch die Neubauten in den Stadtteilen. "Damit werden die versprochenen Investitionen in die Zukunft unserer Kinder und unserer wachsenden Stadt noch sichtbarer und spürbarer", stellt Oberbürgermeister Thomas Geisel fest und ergänzt: "Die ebenso sinnvollen wie notwendigen Schulbauten finden praktisch in der ganzen Stadt statt. Wir lösen den Sanierungsstau auf." So gibt die Stadt allein in diesem Jahr den Startschuss für sechs Neubauten. 


Die herausragenden Projekte sind:

Friedrichstadt: Im Sommer der Baubeginn der Regenbogenschule, Gemeinschaftsgrundschule mit innovativer Raumplanung nach der Düsseldorfer Schulbauleitlinie (rund 11 Millionen Euro, Fertigstellung 2020)
Benrath: Ersatzneubau der Gemeinschaftshauptschule Melanchthonstraße (21,8 Millionen Euro, Baubeginn 4. Quartal 2018, Fertigstellung 3. Quartal 2020) 
Weitere Planungs- und Baustarts in 2018: Neubau der vierzügigen Realschule Golzheim an der Koetschaustraße, der Ersatzneubau der Lore-Lorentz-Schule an der Schloßallee (Eller) sowie die Projektstarts für die dreizügige Grundschule im Glasmacherviertel (Gerresheim) und das vierzügige Gymnasium am Heinzelmännchenweg (Flingern). 


Sechs weitere Schulerweiterungen starten 2018 

Folgende bauliche Schulerweiterungen starten 2018: Erfolgt sind die Grundsteinlegungen für den Erweiterungsbau des Gymnasiums Koblenzer Straße (Urdenbach/5. März) sowie für den Erweiterungsbau des Annette-von-Droste-Hülshof-Gymnasiums (Benrath/19. März) und die Gesamtschule Stettiner Straße (Garath/20. Juli). Außerdem erhalten das Max-Planck-Gymnasium (Stockum) sowie die Gesamtschule Lindenstraße an zwei Standorten (Lindenstraße und Rosmarinstraße, Flingern) Erweiterungsbauten. 


Sieben Schulbauprojekte sind 2018 fertig 

Auf die Fertigstellung in diesem Jahr dürfen sich Lehrer- und Schülerschaft von sieben Schulbauprojekten freuen. Das spektakulärste ist der Neubau des Albrecht-Dürer-Kollegs (Benrath), in den 69 Millionen Euro investiert werden. 
Die Fertigstellung des Kollegs ist im 2. Quartal erfolgt. Fertiggestellt wird auch die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule (Oberkassel), die auf vier Züge verdoppelt wird (8,6 Millionen Euro). 
Außerdem werden 2018 baulich abgeschlossen: die katholische Grundschule Essener Straße (Pempelfort), die Gemeinschaftsgrundschule Lörick an der Wickrather Straße, die Grundschule Max-Halbe-Straße (Mörsenbroich), die Erweiterung des Heinrich-Hertz-Berufskollegs (Bilk) sowie die Mensa-Erweiterung des Georg-Büchner-Gymnasiums (Golzheim). 


Schulinvestitionen 2018: Zwischen 150 und 180 Millionen Euro 

Wie vom Rat beschlossen, läuft 2018 außerdem die Planung und zum Teil Vergabe für zehn weitere Schulbauprojekte an. Oberbürgermeister Geisel: "Wir haben zurzeit rund 50 einzelne Baumaßnahmen vor uns. Davon sind 20 konkret im Bau oder werden schon 2018 fertig. Das ist die größte Investition in Schule und Bildung in der neueren Geschichte der Stadt." Im Laufe des Jahres werden 150 bis 180 Millionen Euro in den Schulbau investiert. Das Gesamtprogramm für den Düsseldorfer Schulbau umfasst rund 700 Millionen Euro.