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Industrieareal "Südlich Hildener Straße": Wettbewerb um die beste Planung beginnt


25.08.2017

Gelände des ehemaligen Kaltwalzwerk der Firma Outokumpu in Benrath wird neu entwickelt/Öffentlichkeitsbeteiligung mit drei Bürgerveranstaltungen


Das ehemalige Kaltwalzwerk der Firma Outokumpu in Düsseldorf-Benrath wurde im Herbst 2016 stillgelegt und die Produktion nach Krefeld verlagert. Auf dem Areal südlich der Hildener Straße werden derzeit die letzten Anlagen demontiert.

Für die circa 15 Hektar große Industriefläche müssen nun neue Nutzungsmöglichkeiten gefunden werden. Dazu lobt der Eigentümer - in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Düsseldorf - einen städtebaulichen-freiraumplanerischen Wettbewerb aus: Ab September 2017 sollen sich Stadtplanungsbüros aus ganz Deutschland zusammen mit Landschaftsarchitekten über die Bebauungsmöglichkeiten des früheren Werkgeländes Gedanken machen. Als Nutzungen kommen zum Beispiel Wohnhäuser, gewerbliche Nutzungen oder auch soziale Infrastruktur wie eine Kindertagesstätte in Frage. Gleichzeitig sollen der Grünzug entlang der Itter und die Fuß- und Radwegeverbindungen zum Düsseldorfer und Hildener Stadtwald gestärkt werden. Ziel ist es außerdem, das neue Quartier an das Stadtteilzentrum Benrath anzubinden.

Beim Wettbewerb zur Umstrukturierung der Industriefläche werden auch die angrenzenden Areale mitbetrachtet: Das Plangebiet ist insgesamt 21,8 Hektar groß. Denn es soll in Zukunft möglichst auch Erweiterungsflächen für die Gewerbetreibenden im Umfeld geben.

Drei Bürgerveranstaltungen im Schloß-Gymnasium Benrath
Die interessierten Bürgerinnen und Bürger werden von Beginn an aktiv in den Entwicklungsprozess für die ehemalige Industriefläche einbezogen. Dazu gibt es drei öffentliche Veranstaltungen, die jeweils von 18 bis 20.30 Uhr in der Aula des Schloß-Gymnasiums Benrath, Hospitalstraße 45, 40597 Düsseldorf, stattfinden.

Zum Start wird das Wettbewerbsverfahren am 1. September 2017 in einer Auftaktveranstaltung vorgestellt. Hier haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Wünsche und Anregungen dem Auslober und der Landeshauptstadt Düsseldorf mitzuteilen. Auf dieser Basis erarbeiten bis zu 15 Teams aus Stadtplanern und Landschaftsarchitekten in einer ersten Arbeitsphase ihre Konzepte. Diese werden von einer kompetent besetzten Jury bewertet und max. fünf Teams zur Weiterbearbeitung ausgewählt.

Am 19. Oktober 2017 präsentieren diese Teams der Öffentlichkeit und dem Preisgericht ihre Ideen und stellen sich einer öffentlichen Diskussion. Danach startet für die Büros die nächste Arbeitsphase zur Vertiefung der städtebaulichen Entwürfe - unter Beachtung der Wünsche aus der Bevölkerung.

Bei einer dritten Veranstaltung, voraussichtlich am 18. Januar 2018, stellen die Teilnehmenden ihre Entwürfe dem Preisgericht und der interessierten Öffentlichkeit vor. Danach tagt die Jury nochmals und entscheidet, welches Konzept das geeignetste ist und wer den ersten, zweiten oder dritten Preis erhält. Insgesamt stellt die Firma Outokumpu Preisgelder in Höhe von 95.000 Euro zur Verfügung.

Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens werden die eingereichten Arbeiten und insbesondere der Siegerentwurf ausgestellt. Auf alle Veranstaltungen wird kurz vorher nochmals über die Medien und über den Internetauftritt der Stadt (duesseldorf.de) hingewiesen und öffentlich eingeladen.

Start des Verfahrens beschlossen
Der städtische Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) der Landeshauptstadt Düsseldorf hat am 21. Juni den Beschluss für den Start des Wettbewerbs gefasst. Nicht nur Outokumpu ist mit dem frühzeitigen Start des qualitätssichernden Verfahrens – nur neun Monate nach der Schließung des Werkes – sehr zufrieden. Auch Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen der Landeshauptstadt, ist erfreut über den schnellen Start des Projektes: "Der Benrather Osten hat in den letzten Jahren viele Probleme mit Brachflächen gehabt und steckt gerade in einem Umbruch mit vielen spannenden Projekten. Auf der Fläche kann nun eine verträgliche Ergänzung mit neuem Wohnraum und Gewerbeflächen entstehen. Durch die Durchführung des Wettbewerbs und die frühzeitige Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess können alle Beteiligten ihre Anregungen und Ideen einbringen. Auf dieser Grundlage können Planvarianten entwickelt und anschließend die beste Lösung für das zukünftige Quartier ausgewählt werden."

Auf Basis des Siegerentwurfs soll im Anschluss an den Wettbewerb für das neue Wohn- und Gewerbequartier ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden.