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BNP Paribas Real Estate: Neuer Rekordumsatz – Höhenflug der Logistikmärkte hält an


25.01.2017 Markt für Gewerbeflächen

Neuer Rekordumsatz – Höhenflug der Logistikmärkte hält an


Der seit Längerem zu beobachtende Aufwärtstrend auf den Logistikmärkten hat sich auch 2016 fortgesetzt. Mit einem bundesweiten Flächenumsatz von knapp 6,85 Mio. m² wurde ein neuer Rekord aufgestellt und die Bestmarke von 2015 noch einmal um gut 14 % gesteigert. Dies ergibt der Logistikmarkt-Report 2017, den BNP Paribas Real Estate Mitte Februar veröffentlichen wird.
 
„Noch bemerkenswerter ist aber, dass der zehnjährige Durchschnitt sogar um mehr als 41 % überboten wurde“, sagt Christopher Raabe, Head of Industrial Letting der BNP Paribas Real Estate GmbH. „Die ausgesprochen positive Entwicklung vollzog sich auf einer breiten Basis, was durch die Tatsache unterstrichen wird, dass sowohl in den großen Logistik-Hubs als auch im übrigen Bundesgebiet Zuwächse beim Flächenumsatz zu verzeichnen waren. Zu diesem außergewöhnlichen Ergebnis umfangreich beigetragen haben, wie auch im letzten Jahr, Eigennutzer, die mit einem Anteil von 43 % ihren Vorjahreswert sogar noch leicht übertreffen konnten.“
 
Die Liste der Branchengruppen wird klar von Handelsunternehmen angeführt, die fast 38 % zum Ergebnis beitragen und rund zehn Prozentpunkte zulegen konnten. Mitverantwortlich hierfür ist in erster Linie die anhaltende Dynamik des Onlinehandels, die nicht nur den Flächenumsatz belebt, sondern aufgrund neuer Trends bei den Lieferketten auch neue Standorte in das Interesse der Nutzer rücken lässt. Auf Platz zwei folgen wie im letzten Jahr Logistikdienstleister, die einen Beitrag von knapp 29 % leisten. Vervollständigt wird das Führungstrio von Produktionsunternehmen, die 2015 aufgrund einiger besonderer Großabschlüsse noch die Spitzenposition innehatten. 2016 belief sich ihr Umsatzanteil dagegen nur auf gut ein Viertel. Alle übrigen Branchengruppen spielten nur eine untergeordnete Rolle.  
 
Der seit Längerem zu beobachtende Trend eines wachsenden Neubauanteils hat sich 2016 fortgesetzt. Insgesamt entfallen rund 70 % des Ergebnisses auf dieses Marktsegment, das den bereits hohen Vorjahreswert (66 %) nochmals steigern konnte. Der wichtigste Grund hierfür ist, dass viele Großanmietungen aber auch Eigennutzerobjekte über Projektentwicklungen realisiert werden, die in der Regel als Built-to-suit-Lösungen maßgeschneidert für die zukünftigen Nutzer erstellt werden.  
 
An den großen Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, Mün-chen) wurde ein Flächenumsatz von gut 2,7 Mio. m² registriert, der 7 % über dem Vorjahreswert liegt. Mit Ausnahme von Berlin (385.000 m²) und Düsseldorf (280.000 m²), die zwar beide einen Rückgang um 18 % hinnehmen mussten, trotzdem aber Umsätze über dem langjährigen Schnitt erzielten, können alle Logistik-Agglomerationen Zuwächse aufweisen. Angeführt wird die Umsatzliste wie auch 2015 von Hamburg mit 667.000 m² (+12 %), wo der größte Abschluss (64.000 m²) von Amazon in Winsen getätigt wurde. Auf Platz zwei folgt das Frankfurter Marktgebiet, wo mit 599.000 m² (+29 %) ein neuer Umsatzrekord aufgestellt wurde. Wesentlichen Anteil daran hatte eine Großanmietung von Action in Biblis über 83.000 m². Aber auch München (297.000 m², +23 %), Köln (210.000 m², +26 %) und Leipzig (270.000 m², +8 %) können deutliche Umsatzsteigerungen verbuchen.
 
Der Flächenumsatz außerhalb der Ballungsräume beläuft sich auf knapp 4,14 Mio. m². Damit wurde nicht nur der Vorjahreswert um fast 20 % übertroffen, sondern auch ein neues Allzeithoch erzielt. Vor allem in den 14 Logistik-Agglomerationen, die BNP Paribas Real Estate zusätzlich zu den Ballungsräumen der wichtigsten Städte analysiert, war eine ausgezeichnete Nachfrage zu verzeichnen. Mit knapp 2,29 Mio. m² konnten sie um 80 % zulegen. Besonders dynamisch zeigte sich das Ruhrgebiet, wo 915.000 m² erfasst wurden und sich der Umsatz fast vervierfacht hat. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt der Neubau für METRO in Marl, der mit einer Größe von rund 225.000 m² realisiert wird. Aber auch andere Logistikregionen konnten ihre Ergebnisse spürbar steigern. Hierzu gehören u. a. Erfurt (253.000 m²), Hannover/Braunschweig (237.000 m²) sowie Münster/Osnabrück (226.000 m²). Insgesamt weisen acht der beobachteten Regionen Umsätze über 100.000 m² auf.
 
Trotz der sehr starken Nachfrage sind die Mietpreisniveaus an den meisten Standorten stabil geblieben. Hier zeigt sich, dass eine spürbare Mieterhöhung von den Nutzern kaum zu erwirtschaften ist, sodass die Spielräume auf Eigentümerseite sehr begrenzt sind. Lediglich in Berlin (4,90 €/m²) und Leipzig (4,45 €/m²) war eine leichte Steigerung der Spitzenmiete zu beobachten. Teuerster Standort bleibt somit München mit 6,75 €/m², gefolgt von Frankfurt (6,30 €/m²) und Hamburg (5,70 €/m²). Auch in Düsseldorf (5,40 €/m²) und Köln (5 €/m²) hat sich die Top-Miete auf dem erreichten Niveau stabilisiert. Ähnlich stellt sich die Situation bei den Durchschnittsmieten dar: Auch hier können nur wenige Standorte, zu denen München, Berlin und das Ruhrgebiet gehören, geringfügige Zuwächse vorweisen.
 
Perspektiven
 
Auch wenn das Wirtschaftswachstum 2017 laut aktueller Prognosen etwas geringer ausfallen soll als im Vorjahr, deutet alles auf eine insgesamt stabile Konjunkturentwicklung hin. Berücksichtigt man weiter, dass sich die Zahl der Erwerbstätigen auf Rekordniveau bewegt und die Arbeitslosigkeit erneut gesunken ist, spricht vieles für gute Rahmenbedingungen auf den Logistikmärkten. „Vor diesem Hintergrund zeichnet sich auch für 2017 ein überdurchschnittlicher Flächenumsatz ab. Allerdings bestehen auch Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit niemand seriös voraussagen kann. Hierzu zählen eine stärker protektionistische Politik der USA oder Turbulenzen durch den Brexit. Das wahrscheinlichste Szenario ist allerdings, dass bremsende Einflüsse wenn überhaupt, dann eher in moderatem Umfang gegen Ende des Jahres spürbar werden könnten. Wir erwarten deshalb einen Flächenumsatz, der erneut deutlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre und voraussichtlich wieder über der 6-Mio.-m²-Marke liegen dürfte. Wesentliche Impulse werden auch 2017 durch den weiter voranschreitenden Onlinehandel zu erwarten sein“, beschreibt Christopher Raabe die weiteren Aussichten.
 
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Über BNP Paribas Real Estate
BNP Paribas Real Estate ist ein führender internationaler Immobiliendienstleister, der seinen Kunden in mehr als 180 Büros umfassende Leistungen in allen Phasen des Immobilienzyklus bietet: Transaction, Consulting, Valuation, Property Management, Investment Management und Property Development. Das Unternehmen ist in 36 Ländern präsent (davon eigene Standorte in 16 Ländern und Kooperationspartner in weiteren 20 Ländern) und liefert mit 3.800 Mitarbeitern lokalen Service. BNP Paribas Real Estate ist eine Tochtergesellschaft des Finanzdienstleisters BNP Paribas.

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BNP Paribas ist eine global tätige Bank mit vier Heimatmärkten in Europa – Belgien, Frankreich, Italien und Luxemburg. Weltweit ist sie mit 189.000 Mitarbeitern in 75 Ländern vertreten. In Deutschland ist die BNP Paribas Gruppe seit 1947 aktiv und hat sich mit 13 Gesellschaften erfolgreich am Markt positioniert. Privatkunden, Unternehmen und institutionelle Kunden werden von fast 5.000 Mitarbeitern bundesweit an 19 Standorten betreut. Das breit aufgestellte Produkt- und Dienstleistungsangebot von BNP Paribas entspricht nahezu dem einer Universalbank.www.bnpparibas.de