Neues Leben im alten Theresien-Hospital

54 Wohnungen im Luxus-Segment entstehen/Investition von 75 Millionen Euro

Still geworden war es in den letzten Jahren um das alte Theresien-Hospital im Herzen der Düsseldorfer Altstadt an der Straße "Altestadt". Nun präsentierte Investor Joseh H. Schrull seine Umbaupläne für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude unter dem Namen "Kameha Residence Düsseldorf". Danach werden dort 75 Millionen Euro investiert und es entstehen 54 Wohnungen. Sie weisen Wohnflächen zwischen 30 und 300 Quadratmetern auf. Ab Frühjahr 2013 sollen sie bezugsfertig sein.

Ansicht des alten Theresien-Hospitals an der Straße "Altestadt"
Ansicht des alten Theresien-Hospitals an der Straße "Altestadt".

Beim Rundgang mit der Presse durch das im Umbau befindliche Gebäude ließ Schrull keinen Zweifel, dass sein Angebot deutlich auf den luxuriösen Sektor zielt. Die Quadratmeter-Preise für die Wohnungen schwanken zwischen 5.790 und 14.000 Euro. 

Theresienhospital - alter OP-Saal
Blick aus dem ehemaligen Operationssaal, der künftig in eine Wohnung integriert wird.

Die künftigen Eigentümer erwartet neben der unverbaubaren Lage direkt am Rhein eine Gestaltung der Wohnungen in vier verschiedenen Design-Linien. Geboten wird den Eigentümern darüber hinaus ein Concierge-Service. Über ihn sollen beispielsweise private Botengänge, Planung von Geschäftsessen oder auch Chauffeur- und Limousinen-Service abgewickelt werden können. Über ein I-Pad-System sollen die Wünsche auch elektronisch übermittelt werden können. In dem neuen Gebäude stehen auch ein privates Kino und ein Spa-Bereich zur Verfügung.

Theresienhospital - Dachbereich, innen
Aktueller Zustand des Gebäudes im Dachbereich. Dort werden Wohnungen über zwei Ebenen entstehen..

Bei den Bauarbeiten sind vielfältige Auflagen der Denkmalpflege einzuhalten. Von den 54 Wohnungen werden 13 in einem neuen Anbau an der Ritterstraße errichtet. Der Anbau entsteht über der zum Komplex gehörenden Tiefgarage mit 98 Plätzen, die über die Ritterstraße zu erreichen sein wird. Innerhalb der Garage werden die Autos auf einem mechanischen Palettensystem manövriert. Die historische Mauer an der Ritterstraße musste für den Tiefgaragenbau entfernt werden. Sie war zuvor im Detail erfasst und danach in Einzelteilen abgebaut worden. Sie wird wieder an ihren alten Platz zurückkehren.

Der Baubereich befindet sich auf den ältesten Teilen der Stadt Düsseldorf. Das imposante Gebäudeensemble des ehemaligen Theresienstifts ist 1831 aus dem Kloster der Karmeliterinnen entstanden, um die Anwohner der Altstadt zu versorgen. In seiner heutigen Form wurde es 1912 erbaut. Zuletzt war dort ein Altenpflegeheim betrieben worden. 

(13. Dezember 2011)

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